Welche Steuerfreibeträge Hermann Volkert übersehen hatte
Praktische Einblicke in finanzielle Planung und Budgetkontrolle

Hermann Volkert, 71, lebte nach seiner Pensionierung mit einer klaren Vorstellung von seinem Budget. Seine Rente kam pünktlich, die Ausgaben blieben stabil. Erst als seine Schwester ihm von ihrer Steuererklärung erzählte, wurde ihm bewusst, dass er Geld liegen ließ.
Volkert hatte nie haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht. Sein Schornsteinfeger, die Reinigungskraft, die einmal monatlich kam, selbst der Hausmeisterdienst seiner Wohnanlage – alles absetzbare Posten, die er jahrelang nicht angegeben hatte.
Kleinvieh macht auch Mist
Die Berechnung zeigte: Über fünf Jahre hatte Volkert etwa 2.800 Euro an möglichen Steuererstattungen nicht abgerufen. Ein Lohnsteuerhilfeverein half ihm, die letzten vier Jahre rückwirkend zu korrigieren. Das Finanzamt erstattete 1.940 Euro.
Gesundheitskosten systematisch erfassen
Volkert begann daraufhin, alle Belege für Medikamente, Sehhilfen und Physiotherapie zu sammeln. Seine Zuzahlungen überschritten die zumutbare Belastungsgrenze knapp. Durch diese Dokumentation konnte er im Folgejahr weitere 280 Euro zurückholen.
Heute verwendet er einen einfachen Ordner mit zwölf Fächern. Jeden Monat kommt ein Beleg hinein. Am Jahresende zählt er zusammen und entscheidet, ob sich die Steuererklärung lohnt. Diese Methode kostet ihn weniger als eine Stunde pro Jahr.
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Finanzielle Stabilität entsteht durch bewusste Entscheidungen. Ein Budget hilft dabei, Ausgaben nachzuvollziehen und langfristige Ziele zu erreichen.